Ab 2026 stehen Midlife Refits bei den unterschiedlichen Serien der Triebzüge der zb Zentralbahn AG an. Gleichzeitig soll die Infrastruktur für das Refit Programm der Triebzüge angepasst werden. Eine Sanierung der Gebäude und des Platzes ist dringend notwendig. Die Lokremise wird heute für die Betriebsinstandhaltung sowie als Unterstand der Lokomotiven und den Infrastruktur-Dieselfahrzeugen genutzt. Die geplante Nutzungsänderung macht umfassende Sanierungs- und Umbaumassnahmen erforderlich. So sollen künftig keine Dachabstützungen in der Werkgleishalle mehr stehen, ein durchgehendes Bodenniveau hergestellt und die Hallenhöhe für die Krananlage deutlich angehoben werden. Die Lokremise besteht heute aus drei zusammengebauten Gebäudeteilen, welche teilweise über 100 Jahre alt sind.
Die Neubauten der Refithalle, der Schiebebühnenüberdachung und der Logistikhalle stehen im städtebaulichen und architektonischen Kontext zur Umgebung. Durch die Höhe und architektonische Ausprägung integrieren sie sich gut in die Gesamterscheinung und verschaffen dem Werkplatz gegenüber dem Bahnhof zu einem neuen Erscheinungsbild. Die Gestalt des Gebäudes ist geprägt durch die besondere Anforderung an die Belichtung und weckt durch die Fassadenhaut aus handwerklich verarbeitetem Blech und der Assoziationen zu Vorgefundenem. Durch diese einfache formale Veredelung gewinnt das Gebäude an Wiedererkennungswert und Eigenständigkeit ohne sich dabei aufzudrängen. Eine regelmässige, dem klaren Raster folgende Halle bildet die Hülle für die neun Bauten in Meiringen. Mit ihrer einfachen Form gelingt es, sowohl die von Innen wirkenden Ansprüche hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Organisation, als auch die von Aussen gegebenen Zwänge des knappen, Perimeters aufzunehmen und in eine prägnante Form zu übersetzen. Die Geometrie der Halle ergibt sich aus der betrieblichen Notwendigkeit für einen maximalen, stützenfreien Abstellbereich und den Anforderungen der Lichtraumprofile und Sicherheitsabstände zur optimalen Fahrzeugzirkulation. Die Stirnfassaden schaffen Einblicke und Transparenz zum öffentlichen Raum. Hiervon profitieren insbesondere die dort befindlichen Werkstätten mit entsprechend hoher Arbeitsplatzqualität. Die Einbettung in in den Gebäudekomplex und die einmalige Landschaft verleihen dem Körper einen differenzierten Ausdruck.
Der Spatenstich ist im Sommer 2024 erfolgt. Die Inbetriebnahme erfolgt im Jahr 2026.
Die Ausführung ist ab dem Jahr 2024 vorgesehen.
Bauherr: Zentralbahn AG / Status: in Planung / Jahr: 2020 / Art: Infrastruktur / Standort: Meiringen BE / Planung und Bau: 2020-26